Zwei Hämmer: Zugspitz-Ultatrail und Rütli Challenge

Es lagen 4 Wochen dazwischen, das war aber auch nötig.

Zuerst der ZUT, siehe Bericht.

Dann die Rütli Challenge. Micha Frenz ließ diesen lauf vor zwei Jahren schon mal als Rütli Ultra laufen, nun unter neuem Namen, der alte Namen klang zu rechtslastig (solche Gruppen gibt es auch in der Schweiz).

An dem Bericht schreibe ich gerade. Das war aber auch eine ganz andere Dimension. 160 km (100 Meilen), 10 000 HM und vor allem autonom nur nach GPS im Hochgebirge. Alles in drei Tagen und drei Nächten, Einteilung nach Belieben. 14 Teilnehmer, 9 Finisher.

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Ich melde mich zurück

Seit Weihnachten habe ich nichts in meine website geschrieben. Irgendwie keine Lust. Gab auch nichts Besonderes.

Doch, da war was Besonderes: Eine 24 Stunden-Wanderung rund ums Ermstal, von Hannlore und Kerstin geplant und im Februar durchgeführt, war echt ein Erlebnis.

Beim Pfälzer Berlandtrail über 3 Tage musste ich nach 2 Tagen mit zwei 50 km -Läufen den dritten Tag ausfallen lassen. Arge Schmerzen im Knie. Ein Splitter vom Miniskus bereitete übers ganze Frühjahr echte Probleme im rechten Knie. Der musste erst mal seinen Platz finden. Ich bin halt immer wieder gelaufen, bis der Schmerz weg war.

Nun gehts wieder.

Zwei bemerkenswerte Aktivitäten habe ich inzwischen gesund überstanden:

  • 3 Wochen wandern mit meiner Frau Emilia auf dem Jakobsweg in Spanien. Nun haben wir dreiviertel der Strecke. Im September wollen wir die Reststrecke nach Santiago de Compostella und zum Atlantik wandern. Ich sage wandern, alle auf dem Weg sagen pilgern. Naja, man wandert und geht schon ab und zu in sich. Das ist wie beim Rennen langer Strecken. Im Oktober folgt dann auch ein Extra-Bericht über den Jakobsweg.
  • Den Zugspitz-Ultratrail. 100 km um das Wettersteinmassiv mit 5400 HM in hochalpinem Gelände. Dazu gibts einen Bericht von mir. Ich warte aber noch auf Bilder.

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15.Juni 2016. Stand der Dinge

Hilfe. Ich komme nicht nach mit den Beiträgen. Zu dicht folgen Eereignisse hintereinander:

  • Wanderung auf dem Jakobsweg
  • 50km-Ultratrail im Lamer Winkel mit Arber, Osser und Co.
  • Alpentestlauf über 3 Tage zur Vorbereitung auf den TAR

Ich versuche, dazu Berichte in nächster Zeit zu erstellen, aber am nächsten Wochenenende gehts schon wieder 62 km um die Zugspitze.

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Zwei Läufe, zweimal Zweiter

An den letzten beiden Wochenenden, dem 10. und 17. April standen zwei Läufe auf dem Programm, bei denen es mir vorrangig nicht um Leistung ging.

Obermain-Marathon

Die lange Anfahrt nach Bad Staffelstein lohnt sich jedes Mal für mich. Ich treffe Harald, Uschi und Rudi zu einem netten Abend, besuche die Läufermesse in Vierzehnheiligen (Barock, dröhnende Orgel und Frühling passen gut zusammen) und dann ist da noch am Sonntag der Marathon. Auch 42 km darf man nicht unterschätzen, vor allem, wenn noch 650 Höhenmeter dazukommen. Diesmal, es war mein 5. Lauf hier, wollte ichs mal langsamer angehen lassen, Harald meinte schon mehrmals, ich solle es anfangs etwas disziplinierter laufen um meine Kräfte besser zu verteilen. Also schloss ich mich den Zugläufern für 4.30 h an, Harald und Erwin Bittel, der ja in der Szene bestens bekannt ist. Über Kloster Banz und Vierzehnheigen gings bei bestem Laufwetter zum Staffelberg, dem höchsten Punkt.

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Vielleicht lags an einem Cola-Gel, ich bin der Gruppe dann davongelaufen. So kams mir jedenfalls vor, auch wenn die Gruppe zum Schluss mit 4.29 nur 2 Minuten nach mir ins Ziel kam. Immerhin, bisher bin ich hier noch nie unter 4.30 h gelaufen. Harald hatte recht behalten.

 

Ohmenhäusener 10km-Lauf

Wenn ich schon in Ohmenhausen, einem Reutlinger Vorort, wohne, gehört es sich einfach, hier mitzulaufen, auch wenn das nicht meine übliche Distanz ist.  Die Strecke durch den Wald über Trails und Forstwege ist mir bestens bekannt. Das Besondere heute: es regnet heftig und ganze Passagen sind so richtig schön matschig. Seit langem bin ich mal wieder 10 km auf Kante durchgelaufen, oft genug habe ich ja sonst nach 10 km noch 40 km vor mir, da lässt mans langsamer angehen.  Nach 57 min war alles schon wieder vorbei.

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Trainingscamp Kyffhäuser Traildays 18. bis 21. 03. 16

Meine Laufpartnerin Kerstin Wurst und ich haben  die Kyffhäuser-Traildays in Nordhausen geschafft.

Nach der Anfahrt am 18. März  in‘s Kyffhäuser-Land ging‘s gleich um 10 Uhr abends los mit dem ersten Lauf über 46 km + 700 HM. Wir liefen in zwei, manchmal drei Leistungsgruppen, sinnvoll bei 15 Teilnehmern und GPS-Navigation (keine Markierung an der Strecke). Erste Überraschung: Trails bedeutet nicht Wege, es ging manchmal kilometerlang durchs Unterholz und Gestrüpp oder über Spuren, die Bagger bei Waldarbeiten gezogen hatten, garniert mit den entsprechenden Höhenmetern. An manchen Steilhängen brauchte man alle Viere. Dann wieder liefen wir im Mondschein schier endlos auf schnurgeraden Feldwegen an ehemaligen LPG-Felder entlang. Eine Bachdurchquerung mit drei bis vier Metern stand auch auf dem Programm. Zweite Überraschung: gerader dort steht seit kurzer Zeit eine Fußgangerbrücke, keiner konnte wiederstehen.

Nach dem „Zieleinlauf“ blieben 1,5 Stunden Schlaf, dann ging’s morgens um 9 Uhr an die nächsten 49 km mit 1200 HM.

Laut Michael Frenz, den Veranstalter; war der erste Lauf zum müde machen, nun der zweite Lauf in den Südharz nach Stollberg und zurück zum mürbe machen.

qFast ohne Regeneration wieder über Stock und Stein, jetzt mit noch mehr Quer-Wald-Ein-Anteil, das ging richtig an die Substanz. Aber alles hat mal ein Ende, auch den Lauf haben wir geschafft. Abends in der Pizzeria konnte ich mich aber kaum auf Gespräche konzentrieren, ich war todmüde.

Gut dass man sich mit acht Stunden Schlaf dann so richtig regenerieren konnte bis zum dritten Lauf auf den Kyffhäuser. Der sollte noch einen Tick extremer werden, 48 km mit 1350 HM.  WeitereÜberraschung: der Körper hat’s einen gedankt.  Es lief alles gefühlt leichter als beim zweiten Traillauf.

Ziel erreicht: 143km mit insgesamt 3.200HM  innerhalb von 40 Std.

Die anschließende Heimfahrt verlief gut.

Drei Ultratrailläufe in 2 Tagen, ein perfektes Wochenende.

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Jokertrail Heidelberg 16

Der Winter ist vorbei, die Laufsaison beginnt. Regen und Wind sind angesagt, aber damit kommen wir klar, Kerstin, Hannelore und ich. 50 km und 2000 Höhenmeter, dass es der Jokertrail in sich hat wissen wir. Start in Heidelberg, die Himmelsleiter hoch, dann etwa 16 km über Stock und Stein rauf und runter, dann über den Neckar und auf der anderen Talseite wieder hoch usw.Über die Thingstätte, den Philosophenweg runter, über die Neckarbrücke ins Ziel, alles klar.

Erste Schwierigkeiten gibt es, wie geschehen, weil es eine erste ältere GPS-Strecke zum Runterladen gab und vor Ort eine aktuelle GPS-Strecke (wegen überraschender Waldarbeiten) gelaufen wird, so dass einige Läufer sich wohl verlaufen werden. Naja, das ist das eine Problem. Das andere ist das Wetter. Mit Regen und Wind hatten wir gerechnet, aber nicht mit Kälte und Schnee. Meine Laufpartnerin Kerstin muss nach 30 km abbrechen wg eiskalter, fortwährend nasser Füße und drohender Unterkühlung, wie viele andere auch. Hannelore hatte sowieso nicht vor, die ganze Strecke zu laufen. Ich lasse mich an der Verpflegungsstelle Kirschbaum von zwei anderen Läufern, Petra und Micha, adoptieren  und gemeinsam ziehen wir es durch (ich hatte kein GPS und war davor auf Kerstin angewiesen). Etwa 6 km kommen durchs Verlaufen zur Strecke dazu, teilweise querwaldein steil hoch. So haben wir zwar nicht gewonnen, hatten aber viel Spaß und finishten gemeinsam nach 9 Stunde 34 Minuten.
Mein Fazit: Ein toller Lauf; extrem anspruchsvoll, über Trails, die manchmal schon gar keine mehr waren, Matsch, Schneematsch, Schnee ohne Ende….eben ein richtiger Traillauf. Und trotz allem ein Lob an den Veranstalter, so eine Strecke muss man erst mal finden.

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