Eiger Ultratrail E51 16. Juli 16

1 Woche nach dem Timmelsjoch stand der Eiger Ultratrail mit 51 km und 3000 Höhenmetern an. Schon am Donnerstag früh um 7 Uhr fuhren wir los. Kerstin Wurst, Sabine Erben, Marianne Topolski und Gabi Merentz wollten einen Tag vor Ort genießen, Sabine fuhr, ich konnte entspannt mitfahren. Hannelore Huhn war schon seit Dienstag in Grindelwald, hatte aber Pech mit dem Wetter. Es regnete und war küh in den Höhen fiel Schneel.

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Unsere Unterkunft,die Downtown-Lodge, war klasse. Nicht unbedingt luxuriös, aber vom Preis her sehr günstig und man konnte kochen, so dass das teure Essen gehen nicht unbedingt nötig war.    Da der Lauf nicht gleich am nächsten Tag anstand, konnten wir am Abend etwas vorfeiern.

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Freitag

Langsam änderte sich das Wetter. Nach dem Frühstück gings erst mal zum Shoppen. Immerhin steht in Grindelwald ein Sportgeschäft neben dem anderen. Leider ist dort wg des Wechselkurses für uns alles recht teuer. Dann  zur Startnummernausgabe und zum Kontrolle des Laufrucksacks. Alles ok. Mit Kerstin fuhr ich dann mit der Seibahn nach First.

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Über den Steg an der Steilwand zu laufen, ist schon was Besonderes. Leider konnten wir die tolle Aussicht nur erahnen. Aber schön wars doch. Abends gingen Kerstin, Hannelore und ich essen. Pizza 20 Euro, da nahmen wir lieber das Rumpsteak für 23 Euro. Lohnte sich. Das Wetter wurde immer besser und wärmer. Jetzt konnten wir endlich Eiger, Mönch und Jungfrau von ihrer schönsten Seite bewundern und so sollte es auch beim Lauf bleiben.

 

 

Samstag

Start um 6.45 Uhr. Alles klar.

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Erst durch den Ort, dann hoch zur großen Scheidegg, es ist immer etwas stressig, solange alle Läufer noch dicht bei dicht hintereinander über trails laufen. Dann auf etwa gleicher Höhe bist First und weiter zum Bachalpsee und einer Alm, bei der man durch den Kuhstall lief, Namen vergessen. Dann gings unendlich bis auf das Faulhorn (2881 m) , immer steiler, immer mehr Schnee, eigentlich eher Scchneematsch.

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Endlich oben gabs Stau an der Verpflegungsstelle. Der Abstieg war richtig gefährlich , Schneematsch fast die gesamte Strecke bis zur Schynige Platte. Aber die Ausblicke waren herrlich. Durchgängig Sonne und weiter Blick wie im Bilderbuch über die Berge. Dann sollte es erst mal nur noch runtergehen bis Burglauenen. War auch so, aber dermaßen steil, steinig und wurzelig, dass höchste Konzentration erforderlich war und auch etwas Glück, um nicht zu stürzen. Immerhin wollten wir ja nicht trödeln. Nach Burglauenen sollte es auf die letzten 6 km noch 400 m ansteigen. Das fiel auf dem angenehm schattigen Wanderweg gar nicht auf und so erreichten wir Grindelwald. Auf diesem letzten Stück sammelten wir noch einge müde Läufer ein. Nach Grindelwald rein kam als Bonbon noch ein richtig steiler Anstieg, aber….es war der letzte. Wir überholten noch eine Läuferin, die vor 15 km hinter uns lief und die ich gefragt hatte, ob sie überholen wolle. Ihre Antwort: nicht unbedingt, aber bitte nicht stop and go laufen. Diese Antwort hat mich echt geärgert. Diese Dame nun zu überholen war uns ein besonderes Vergnügen. Dann gemeinsamer Zieleinlauf, wir sind inzwischen ein gut funktionierendes Laufteam. Unsere Zeit: 11.16.58 h.P1030707

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und was war mit Hannelore, Gabi, Marianne und Sabine? Sabine hatte voller Euphorie einen Top-Lauf hingelegt mit 10.15.30 h, Marianne hätte in ihrer Altersklasse den 3. Platz belegt, hätte ihr diesen Gabi nicht weggenommen. Hannelore kam nur bis aufs Faulhorn, zeigt aber Moral, indem so dann nicht mit der Seilbahn runterfuhr, sondern runterlief und so auf die Marathondistanz kam.

Ich war sehr zufrieden, ich denke, die anderen auch.

Sonntag

Der Tag begann mit einem Schock. Eiskalte Dusche, und dazu noch kein Handtuch dabei. Zum Glück gabs Toilettenpapier , das ging zur Not auch zum Abtrocknen. Alles nicht so schlimm, wie klingt. Ansonsten war alles ok. Bevors nach Hause ging besuchten wir noch die Gletscherschlucht mit dem Trampolin-Netz.20160717_120727

 

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Die Heimfahrt war warm aber problemlos, Dank an Sabine.